Das Auto richtig reinigen – Tipps und Tricks für Hundebesitzer

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Ein Haustier bereitet nicht nur große Freude, es sorgt auch für jede Menge Haare, Flecken und Gerüche, die nicht immer leicht zu beseitigen sind.

Hundebesitzer nehmen ihre Vierbeiner oft mit, um zu Parks, ins Freie oder zu diversen Terminen zu fahren und dabei bleiben viele Autos nicht lange sauber und trocken. Schließlich lieben Hunde ihre Freiheit und nicht immer ist es möglich nach einer ausgiebigen Tour in der Wildnis den Hund vollständig zu säubern, bevor er wieder in das Auto steigt.
 

Fell, Haare und Haarbüschel – So wird das Auto wieder sauber

Ob Kurzhaar- oder Langhaarrassen wie der Afghane oder Bobtail - die Haare des Hundes lassen sich vermutlich in jeder Ritze und in jedem Winkel des Autos wiederfinden. Das fällt vor allem bei dunklen Sitzen und hellem Fell oder dunklem Fell auf hellen Flächen auf und wer Freunde, Verwandte oder Kollegen in seinem Auto mitnehmen will, sollte in der Regel für eine gründliche Reinigung sorgen. Neben den Haaren können Hautpartikel im Auto verteilt sein und viele Allergiker reagieren sehr schnell auf die Spuren der Tiere. Meist ist es mit einer kurzen Runde mit dem Staubsauger nicht getan, denn die Haare und Partikel setzen sich hartnäckig fest und sorgen für Reizung der Mitfahrer oder sind weiterhin sichtbar verteilt. Übrigens sind meist Urin, Speichel und Hautpartikel der Tiere Auslöser der allergischen Reaktionen. Trotzdem sollten auch die Haare aus dem Wagen entfernt werden.

Hilfreich ist es jedoch in jedem Fall erst einmal eine grundlegende Staubsaugerreinigung des Innenraumes und des Kofferraumes vorzunehmen. Dafür sind zunächst erst alle Teppiche und Matten aus dem Wagen zu holen und gründlich am Rost auszuklopfen. Danach erfolgt die Reinigung der Bodenbereiche, inklusive des Kofferraumes und der Wanne für das Reserverad.

Um die fest sitzenden Haare entfernen zu können, gibt es für Staubsauger spezielle Aufsätze, die eine zusätzliche Düse und Bürsten besitzen, die wirklich alle feinen Haare erfassen können. Meist besitzen diese Mikrofaserstreifen oder Partien am Saugloch, an denen die Haare hängenbleiben. Wichtig ist dabei, dass sich die Aufsätze auf jeden Staubsauger setzen lassen und mit diese nicht mit völliger Kraft arbeiten müssen, da die effektivsten Geräte die Haare auch bei mittlerer Stufe entfernen. Mit diesen Aufsätzen lassen sich auch die Polster und sogar der Himmel des Autos reinigen, doch Vorsicht ist geboten, denn zu fester Druck könnte das Material beschädigen. Bei Polstern helfen übrigens einige Haushaltstipps, wie das Wischen mit einem angefeuchteten Gummihandschuh über das Material, da die Haare sich durch den Gummihandschuh elektrisch aufladen und dadurch selbst aus den Ritzen zu entfernen sind. Klebeband und feuchte Mikrofasertücher helfen ebenfalls dabei, festsitzende Haare in den Griff zu bekommen. Das Klebeband sollte allerdings von guter Qualität sein, um die Polster nicht zu beschädigen. Fusselrollen sind eine sanfte Alternative, die jedoch nicht bei allen Haaren hilft.

Ein Tipp ist es, Vorsorge zu betreiben, denn dadurch lassen sich größere Reinigungsarbeiten verhindern. Wer kleinere Hunde besitzt, kann diese in Transportboxen setzen, da die Verteilung der Partikel sich dadurch verringern lässt. Bei größeren Tieren ist eine Decke im Kofferraum oder auf dem Rücksitz von Vorteil, da diese sich einfach in der Waschmaschine reinigen lässt und selbst größere Flecken und Verunreinigungen so nicht im Auto bleiben. Es gibt bereits Hundedecken, die den hinteren Bereich der Autos vollständig abdecken können, so dass auch die Seitenwände und der Boden keine größeren Rückstände erhalten.

Darüber hinaus ist es sinnig, eine ausführliche Haarpflege für das Tier zu betreiben, denn diese hilft dabei Haarausfall und verstärktes Haaren zu vermeiden. Darunter fällt das Entfernen loser Haare mit den üblichen Bürsten und Pflegewerkzeugen, die auch die abgestorbene Unterwolle entfernen. Das Bürsten fördert die Durchblutung, beseitigt Hautschuppen und Staub und unterstütz das Fell dabei, den natürlichen Hauttalg überall zu verteilen. Der Haarwechsel findet meist von März bis Mai und von September bis Oktober statt und ist in der Regel völlig normal. Vermehrtes Haaren kann im Zusammenhang mit anderen Symptomen auf Krankheiten hinweisen, wie stumpfes Fell, Ekzeme oder schuppige Haut. Ursachen können Parasiten, aber auch Hormonstörungen oder Stress sein.
 

Gerüche und Flecken – Professionelle Reinigung und Handarbeit

Der liebste Freund des Menschen riecht nach einem langen Waldspaziergang meist nicht mehr sehr angenehm und der Geruch kann sich über eine lange Zeit im Wagen festsetzen. Hilfreich ist dabei die feuchte Reinigung des gesamten Innenraums. Nicht vergessen sollten Hundebesitzer die Kunststoffflächen, an denen sich das Tier vielleicht gerne reibt. Die Polster sind mit einem Teppichschaum oder Polsterreiniger zu säubern. Dabei sollte das Produkt erst ein wenig einwirken, bevor es mit dem Staubsauger abzusaugen ist. Die feuchte Reinigung ist für Teppiche und lose Matten ebenfalls gut geeignet, denn die Partikel setzen sich bekanntlich überall fest. Hilfreich sind Neuwagensprays oder Luftreiniger sowie das regelmäßige Durchlüften des Wagens an der frischen Luft. Einige Hausmittel gegen anhaltende Gerüche sind zum Beispiel Kaffeepulver, das in die Polster zu streuen und nach einem Tag wieder weg zu saugen ist oder eine sanfte Reinigung mit Essig oder Zitronensaft.

Eine professionelle Reinigung des Innenraums sollte jedoch in Betracht gezogen werden, wenn sich der Geruch auch nach mehreren Tagen Lüftung und Reinigung nicht vertreiben lässt. Viele Werkstätten bieten eine Ozonbehandlung des Wagens an, in dem die Gerüche verschwinden und eine Belastung mit Bakterien, Viren, Pilzen oder Schimmelkulturen verringert wird. Diese Innenraum-Desinfektion kann zwar ein wenig mehr Geld kosten, doch es lohnt sich, wenn die Geruchsbelastung zu groß geworden ist. Der Vorteil liegt darin, dass keine giftigen Chemikalien eingesetzt werden und die Reinigung für eine lange Zeit anhält. Liegen hartnäckige Flecken und unangenehme Gerüche vor, so sollte eventuell der Teppich ausgetauscht werden.

 

Das Auto weiterverkaufen – Hundebesitzer im Vorteil

Wer sein Auto nach jahrelanger Benutzung weiter verkaufen will, steht oft vor dem Problem, dass sich die Gerüche und Haare sowie Spuren der Hunde im gesamten Auto wiederfinden lassen. Die Aufbereitung des Wagens für den Verkauf wird um einiges mehr Geld in Anspruch nehmen, da ein Gebrauchtwagen von innen und außen scharf beurteilt wird. Zu der professionellen Aufbereitung gehören in der Regel:
 

  • Fahrzeugreinigung außen (Felgenreinigung, Motorwäsche, Radkastenwäsche)
  • Fahrzeugreinigung innen (Polsterschaumreinigung, Lederpflege, etc.)
  • Lackaufbereitung (Lackreinigung, Lackpolitur, Lackversiegelung)
  • Finishing Arbeiten (Behandlung von Reifen, Kunststoffarbeiten, etc.)


Wer die Ozonreinigung vorgenommen hat, kann allerdings in seiner Gebrauchtwagenbeschreibung darauf hinweisen, um so das Auto noch besser an einen Käufer zu bringen. Es ist allerdings von Vorteil, wenn von Anfang an nach einem Hundebesitzer als Nachfolger gesucht wird. Natürlich sollte das Auto ebenfalls gut in Schuss und gereinigt sein, doch der Hundegeruch ist für viele Käufer dabei kein abzulehnendes Kriterium. Darüber hinaus können bei dem Verbrauch weitere Verkäufe abgewickelt werden, wie Zubehör für Hund und Auto in Form von Decken oder Hundeboxen, die nicht mehr benötigt sind.

Die gründliche Reinigung des Wagens sollte in jedem Fall mehrmals im Monat übernommen werden, denn Hundehaare und Gerüche sammeln sich in kürzester Zeit an.

 

Sicher reisen mit Hund

Nicht nur die gründliche Reinigung ist für Hundebesitzer ein Muss, sondern auch die grundlegende Haltung der Tiere im Fahrzeug. Damit es nicht zu Panikanfällen oder Unfällen mit Beschädigung des Innenraumes kommt, sollten Hundebesitzer darauf achten, dass ihr Haustier gut gesichert ist. Dies ist entweder mit einem Trenn-Netz oder Gitter für den Kofferraum oder die Rücksitze möglich oder über das Angurten des Tieres mit einem Brustgeschirr oder Sicherheitsgurt. Der Hund sollte weder Beifahrer noch sich selbst gefährden können und wer das Körbchen oder die Schmusedecke mit in den Wagen nimmt, gibt dem Hund einen Ort der Geborgenheit von zu Hause mit.
 

 

 


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