Hacker-Angriff: Bluetooth deaktiviert Bremsen

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Schnell mal eben das neueste Song-Album vom Handy auf das Soundsystem im Fahrzeug per Bluetooth streamen – kein Problem.

Oder Fotos vom letzten Urlaub auf dem integriertem Navigationsgerät ansehen – super! Bluetooth, WLAN, schlüsselloses Einstiegs- und Reifendrucksystem. Wir alle lieben diese technischen Raffinessen unserer Fahrzeuge, denn sie erleichtern uns den Umgang mit dem Auto und erhöhen den Komfort.

Durch zunehmende Technik im Fahrzeug wird unsere Sicherheit auf der Straße angreifbar. Hacker können erschreckend einfach das Auto außer Kontrolle bringen, wie z. B. ein Bremsenversagen per Knopfdruck hervorrufen. Erschreckend war also auch das Ergebnis einer Untersuchung. Mit einer Ausnahme und die kam aus Deutschland.

Drahtloser Zugriff auf die Fahrzeugelektronik

Charlie Miller und Chris Valasek sind bekannt dafür, Sicherheitslücken in Kraftfahrzeugen aufzuspüren. Erst vergangenes Jahr haben sie Kontrolle über das Lenkrad und die Bremsen beim Ford Escape und Toyota Prius erlangt. Auf der diesjährigen Black-Hat-Sicherheitskonferenz in Las Vegas haben die beiden Sicherheitsexperten ihre Ergebnisse vorgestellt. Aus dem kompletten Sammelsurium ist eine Art Handbuch entstanden, das die vernetzten Komponenten verschiedener Fahrzeugtypen bewertet und einschätzt.

US-Automarken sind leicht zu knacken

Besonders leicht zu hacken und ebenfalls in Deutschland erhältlich sind der Infiniti Q50 – die Luxusmarke von Nissan – Jeep Cherokee, sowie der Cadillac Escalade. Auch der Toyota Prius (Modelljahr 2010 – 2014) schneidet schlecht ab.

Bei der Bewertung spielten drei Faktoren eine Rolle

  1. Angriffsfläche: Angriffsflächen liefern Funkverbindungen (z. B. Bluetooth, schlüsselloser Zugang, Mobilfunknetz, WLAN, Reifendrucksysteme).
  2. Netzwerk-Architektur: Hier wurde geprüft, wie weit man durch die Funkverbindungen auf kritische Systeme (Lenkrad oder Bremsen) zugreifen kann.
  3. Gefahr durch Assistenzsysteme: Mit „cyber physical“ wurde bewertet, welche Gefahr von gehackten Assistenzsystemen ausgeht. Dies können Brems-, Park- oder Spurassistenten sein. Je stärker diese Systeme miteinander kommunizieren, desto einfacher wäre es für Hacker, diese zu überlisten.

Deutscher Hersteller am sichersten

Der Audi A8 schnitt positiv ab und ist ein löbliches Beispiel dafür, wie man externen Zugriff verhindern kann. Bei Audi blockiert eine entsprechende Schnittstelle Befehle aus den Funknetzen. Kritische Systeme, wie Bremsen und Lenkung, konnten nicht angesteuert werden.

Mit dem Einzug des Internets in die Autos, steigt auch in Zukunft die Gefahr der Sicherheit. Zunehmend werden gängige Browser in den Kraftfahrzeugen installiert. Doch gerade hier sind Viren, Trojaner und andere Hacks alltäglich. Angreifer könnten so unter Umständen Zugriff auf die internen Steuerbefehle des Autos erhalten. Ob es dann wohl im Fahrzeugzubehör einen Virenscanner als Aufpreis gibt?


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