Den Dienstwagen pfleglich behandeln. Folgendes sollte man hierfür beachten.

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Ein Dienstwagen ist durchaus eine Wertschätzung des Arbeitgebers und ist für Arbeitnehmer ein enormer Vorteil.

Dies trifft natürlich besonders zu, wenn der Dienstwagen auch privat genutzt werden darf. Auf der anderen Seite bedeutet ein Firmenwagen jedoch auch eine Verpflichtung. Eigentlich ist er nichts anderes als ein Leihobjekt, ein Mietwagen, und es obliegt dem Arbeitnehmer, diesen ordentlich zu pflegen. Aber wie sollte das Fahrzeug gereinigt werden? Gibt es bestimmte Besonderheiten, auf die Arbeitnehmer achten sollten? Dieser Artikel schaut sich das Thema einmal genauer an.

Innenraum eines Fahrzeugs

Der äußere Eindruck

So wie der Wagen morgens auf den Parkplatz fährt oder beim Kunden vorfährt, so ist auch der erste Eindruck. Ein schmutziger, teils schlammbespritzter und offensichtlich ungepflegter Wagen wirkt schnell ungepflegt und lässt die Vermutung aufkommen, dass der Fahrer auch in anderen Belangen keine sonderliche Ordentlichkeit an den Tag legt. Freilich gibt es hier einen Unterschied: Wer gerade durch Schneematsch oder nach extremen Regenfällen über von Schlamm bedeckte Straßen fahren musste, der darf mit einem schmutzigen Firmenwagen unterwegs sein. Es wird halt bei der nächsten Gelegenheit gereinigt. Und das kann so aussehen:

Waschanlage - das ist immer der schnellste Weg und Dienstwagenfahrer sollten relativ regelmäßig die Waschanlage aufsuchen. Allerdings ist Vorsicht angeraten, damit der Wagen nicht beschädigt wird. Das kann bedeuten:

Vorwäsche - ist der Wagen schlammig oder besonders dreckig, kann sich eine Vorwäsche lohnen. Die meisten Waschanlagen bieten die Wäsche mit dem Hochdruckreiniger in Eigenregie an. Der Vorteil ist, dass der Wasserstrahl gröbere Schmutzpartikel abträgt, sodass die Lappen und Walzen der Waschanlage diese nicht über den Lack ziehen können. Kratzer lassen sich somit verhindern.

Scheiben - hin und wieder ist es sinnvoll, die Scheiben zu reinigen. Gerade im Winter landen immer wieder Spritzer auf dem Glas, die zwar mit den Scheibenwischern samt Wischanlage beiseite, doch nicht von der Scheibe geschoben werden. Damit Front- und Heckscheiben nicht diesen unschönen Dreckschleier außerhalb des Sichtfelds aufweisen, sollten die Scheiben zwischendurch kurz abgewischt werden.

Wer ohnehin schon Hand anlegt, der kann sich auch selbst behelfen und die schmutzigen Streifen an den Hosenbeinen verhindern. Keine Waschanlage reinigt beispielsweise die Innenseite der Türrahmen und die Türgummis. Und vermutlich kennt jeder Fahrer den Schmutz an der Hose, wenn der Rahmen beim Ein- oder Aussteigen berührt wird.
 

Der Innenraum

Für viele Fahrer eines Dienstwagens ist das Fahrzeug quasi das zweite Zuhause. Täglich legen sie weite Strecken in ihm zurück, stehen im Stau, bereiten Gespräche vor - oder Essen auch mal im Wagen. Und, Hand aufs Herz: Wohl nur sehr wenige Autofahrer vollbringen die Meisterleistung, wahrlich jeden Abfall direkt in der entsprechenden Tonne zu entsorgen. Die Realität offenbart eher Brötchentüten, Fastfood-Behälter und die Kaffeebecher von der Tankstelle. Beim Privatwagen mag das nur unangenehm sein, bei einem Dienstwagen kann solch ein Innenraum jedoch schnell als fehlende Wertschätzung aufgefasst werden. Also:

Aufräumen - mindestens einmal in der Woche sollten Innenraum und Kofferraum ordentlich aufgeräumt werden. Alles, was nicht in den Wagen gehört, kommt raus. Das Aufräumen betrifft insbesondere die »Müllverstecke« die jeder immer mal wieder nutzt: Handschuhfach, Mittelkonsole, Türfächer und den Platz unterhalb der Vordersitze.

Aussaugen - einmal im Monat sollte der Wagen mindestens ausgesaugt werden. Ob dies an der Tankstelle geschieht oder ob der private Staubsauger genutzt wird, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Auch hier gilt wieder, nicht nur die Oberflächen, sondern auch die Ritzen, Ablagen und Fächer - wie auch den Kofferraum - zu säubern. Bei der Wahl des Saugers sollten sie entweder auf einen langen Schlauch oder ein zu schweres Modell setzten, um die Arbeit nicht zu verkomplizieren.

Staubwischen - in jedem Auto sammelt sich Staub. Daher kann nur empfohlen werden, die Armaturen mit einem Mikrofasertuch zu reinigen und gegebenenfalls mit einem Pflegeprodukt einzureiben.

Scheiben - sicherlich wird in den meisten Dienstwagen nicht geraucht, doch gerade Raucher, die auf die E-Zigarette umgestiegen sind, greifen auch im Dienstwagen gerne zu dem guten Stück. Sie hinterlassen zwar keinen Rauchgestank im Wagen, doch legt sich gerne ein Film auf die Scheiben. Auch dieser sollte bei der Innenraumreinigung beseitigt werden.

Wer befürchtet, dass die letzten Mahlzeiten der Fastfood-Kette einen Geruch im Auto hinterlassen haben, der kann mit geruchsneutralisierenden Sprays oder Aufstellern arbeiten.
 

Weitere Tipps

Es ist wieder so weit. Der Dienstwagen steht frisch geputzt und innerlich und äußerlich glänzend auf dem Parkplatz. Wie viele Fahrer dachten sich in diesem Augenblick schon einmal, dass der Wagen nun wenigstens im Innenraum so sauber bleibt? Wie groß auch der Wunsch ist, die Realität holt viele wieder ein. Dabei gibt es einige Tricks und Kniffe, wie die regelmäßige Reinigung einfacher fällt:

Mülleimer - gewiss soll niemand einen Mülleimer in den Fußbereich des Beifahrersitzes stellen, dennoch kann hier jeder mit einer kleinen Box mit Deckel tricksen. Der Müll des Tages verschwindet jetzt gleich in der Box und braucht abends nur noch im Ganzen ausgeleert werden. Für Papierabfälle ist ein weiterer Behälter sinnvoll.

Sichtbarer Lappen - es hilft oft, ein Staubtuch sicht- und greifbar in die Mittelkonsole oder in den Stauraum der Fahrertür zu legen. Geht nun im Stau gar nichts mehr oder ist noch Zeit bis zum nächsten Termin, können die Oberflächen fix abgestaubt werden.

Reinigungstücher - für Autos gibt es spezielle feuchte Reinigungstücher, mit denen beispielsweise die Türrahmen zwischendurch ohne viel Aufwand gereinigt werden können.

Steht bald die Rückgabe des Dienstwagens an und haben sich doch Flecken im Innenraum eingeschlichen, könnte über eine professionelle Reinigung nachgedacht werden.


Autoradio

 

Fazit - Dienstwagen sind eine Verpflichtung

Grundsätzlich stellt der Dienstwagen nur eine Leihgabe des Arbeitgebers dar, daher sollte er pfleglich behandelt werden. Hier lässt es sich sagen, dass er so gepflegt werden sollte, wie ein finanzierter Neuwagen - um dessen Wert zu erhalten, werden schließlich auch regelmäßige Waschtage eingeplant. Damit der Aufwand nicht ganz so groß ist, kann die Reinigung problemlos auf mehrere Tage verteilt oder auch zwischendurch durchgeführt werden. Gerade das Aufräumen und Staubwischen des Innenraums funktioniert wunderbar in Pausen und wer mit entsprechenden Müllbehältern arbeitet, der braucht nicht erst halb unter die Sitze zu kriechen, um das Schokoladenpapier aus der Ritze zu ziehen.

 


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